Geschichte des Bonsai

Der Mythos Bonsai kann auf eine lange Vergangenheit zurückblicken. Bereits aus dem Jahre 1133 sind Aufzeichnungen auf Bildrollen von buddhistischen Sekten in Japan und China bekannt, auf denen Bäume in Töpfen dargestellt sind. Das Hauptaugenmerk lag hier auf dem Baum, dem der Mensch in allen Zivilisationen tief verbunden war. Von jeher bestand eine enge Verbindung zwischen Mensch und Natur, die trotz der industriellen Entwicklung nie abgebrochen ist.

Am Baum lassen sich Lebensbedingungen oft über Jahrhunderte hinweg nachverfolgen. Gleichzeitig dient er als Nahrungsspender und Energieversorger und ist "Kultfigur" in vielen Sagen und Erzählungen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß dieses Wunder der Schöpfung anhand der Bonsaikunst auch in die Sphäre menschlicher Kultur aufgenommen wurde.

Der Weg des Bonsai nach Europa wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Sicherlich begegneten schon vorher Europäer, die in Japan lebten, den kleinen Bäumen in den verschiedenen Gefäßen, ohne der Faszination tiefer auf den Grund zu gehen. Erst als zunehmend asiatische Kunstprodukte auf dem Weltmarkt auftauchten, fand auch der Bonsai Beachtung und somit seinen Weg nach Europa.

Worin liegt nun die Faszination dieser in Miniatur gehaltenen Bäume? Zunächst einmal darin, daß Sie dem natürlichen Vorbild sehr nahe kommen. Der Betrachter kann erkennen, wie sehr sich der Bonsaigestalter den Gesetzen der Natur zu unterwerfen hat. Erst, wer dies begreift, begibt sich auf den faszinierenden Weg im Umgang mit Bonsai.

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